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Die bunten 70er

 

Dank dieses Booms konnte der Verein 1971/72 den ersten großen Erfolg der Nachkriegsgeschichte feiern. Die überlegene Meisterschaft in der C-Klasse und den damit

verbundenen Aufstieg in die B-Klasse. Spielertrainer dieser tollen Truppe war der erst

24- jährige Wulf Fichte.

Durch die Erfolge wuchs die Jugendabteilung immer weiter und man konnte zur Saison 1972/73 immerhin 9 Jugendmannschaften melden, die zum Teil sehr erfolgreich abschnitten. Die Knaben landeten ganz weit vorn in der Tabelle, und dort kickten schon Jungs wie Olaf Barten und Frank Uebachs, die noch heute in unserem Verein dem runden Leder nachjagen. Der Erfolg dieser fruchtbaren Jugendarbeit ist eng verbunden mit den Namen Bernd Schmidt, Gerhard Helbig und Detlef Dressler!

 

 

Meister der C- Klasse 1971/72 – SV Süden 09

Hinten v. links: Wulf Fichte, Jan Malegowski, Bernd Malegowski, Michael Langhanke,

Kurt Horn, Fritz Porzucek, Bernd Rödder, Hansi Gleich.  Vorn v. links: Klaus Kowald,

Werner Bunk, Wolfgang Haupt, Bernd Schattschneider, Bernd Schulz.

 

Die 70er waren danach von sportlichen auf und ab gekennzeichnet, aber gerade das gesellige der großen „Süden-Familie“ war in den 70ern besonders ausgeprägt. Man hatte eine gemütliche „Vereins-Kneipe“ den Mariendorfer Krug, wo nach jedem Spiel, ob Sieg oder Niederlage, kräftig gefeiert wurde.

 

Ein besonderes Datum war der 21. März 1975. Der Fotograf der „FuWo“ hatte sich angekündigt um die torhungrigste Mannschaft von ganz Berlin zu fotografieren. Die 1. Herren

hatte nämlich den so genannten Kindl-Pokal gewonnen. Nachfolgendes Foto aus der Fussballwoche zeugt von diesem schönen Ereignis.

 

Kindl-Pokal-Sieger 21.03.1975 SV Süden 09 1. Herren

 

h.v.l.: Schimming, Bunk, Horn, Hoppe(auf dem Faß), Langhanke, K.Kowald, Nehring.

m.v.l.: “Präse“ Dressler, „Alters-Präse“ Lukas, Schattschneider, Heinrich, B. Rödder,

R. Elstermann, Appelmann(Kassenwart) und ein Repräsentant von der Kindl-Brauerei.

v.v.l.: Fimmel, K-P. Elstermann und Knop.

Es fehlt Michael Rödder, der an diesem Tag seine Gabi geheiratet hat.

 

 

Von Mitte bis Ende der 70er Jahre spielte man doch meist im oberen Tabellendrittel mit

Kontakt zur Spitze mit.

 

Schwieriger wurde die Situation im Jugendbereich, da der „Fichtesportplatz“ (So hieß der

Platz an der Körtingstraße damals noch) sich von Jahr zu Jahr in einem immer miserablerem

Zustand präsentierte. Ferner mussten die Kleinfeldmannschaften (Knaben) ohnehin auf den

nicht weniger erfreulicheren Schotterplätzen im Volkspark Mariendorf spielen, da es an der

Körtingstraße keine Kleinfeldtore gab.

 

Diese Missstände führten dazu, dass immer weniger Kinder und Jugendliche Lust hatten,

unter solchen Bedingungen zu trainieren und zu spielen. So nahmen bis zum Ende des

Jahrzehnts immer weniger Jugendmannschaften am Spielbetrieb des BFV teil.

Es kam immer häufiger vor, dass Schiedsrichter sich weigerten Spiele auf diesem Platz

anzupfeifen, da die „Sandwüste“ immer mehr mit Glasscherben und großen Steinen

übersät war. Auch die „Holzbaracke“ mit nur 2 Kabinen und einer Dusche (die selten

funktionierte) waren unzumutbar geworden.

 

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